Sonntag, 1. April 2007

Adios Cuba - Zurück in die Zukunft

Es war einfach genial, super Erfahrungen in einem Land, das komplett anders ist, als die restliche Welt. Bemerkenswert sind die überaus freundlichen, herzensguten Menschen, die dir das letzte Hemd geben würden, obwohl sie selbst nichts haben.
Da könnten wir uns echt eine dicke Scheibe abschneiden.

Immer noch hundskaputt, aber selber schuld, wenn man mit Jetleg und Erkältung bis 3 ausgeht. ;-) Najo ab Dienstag fangt der Ernst des Lebens wieder a ... Moment wo schaff i no amol???

Back to La Habana ...

Endlich mal wieder sehr gut geschlafen. Mal zumindest Toni - ich habe mich beim letzten Internet-Besuch etwas erkältet (scheiss air condition).
Dann sind wir mit einem illegalen Taxi (das war ein 55 Jahre alter Chevrolet - komlett durchgerostet aber das Teil fährt noch wie alle anderen alten Karren in Cuba) nach Havanna gedüst. Sogar doppelt so schnell wie der Bus ;-)









Unsere letzte Nacht haben wir in der alten Villa Oscar verbracht. Das war wie ein Nostalgie Museum. Das Gebäude liegt im Villenviertel von Havanna - der Vedado.
Hier ist auch das bekannte Hotel Havanna Libre, die berühmte La Rampa "23".
Zudem haben wir noch etliche Kunst- und Handwerkermärkte abgeklappert - auch das Shopping-Fieber musste mal gestillt werden.

Den Abend haben wir am Malecon mit einer "Monte Christo" ausklingen lassen.
Somit war auch schon der letzte Tag da, der Flug ging um 22.50 Uhr, das Gepäck konnten wir solange bei Oscar lassen, so konnten wir noch den ganzen Tag in die Stadt.







Wir haben noch den Plaza de la Revolution besichtigt, von dem Turm aus eine grandiose Aussicht über Havanna genossen. Dann mit dem Coco-Taxi zum Capitol. Wo bleiben nur die Peso-Pizzas, wenn man Hunger hat? Immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Wir haben uns schließlich zu einem Sandwich mit gemütlichen Hock entschieden. Zudem haben wir noch die ultimative Touristraße entdeckt. Ganze Schwärme von Touris. Ahhhhhhhhh... Dann nochmal auf den Markt das allerletzte Geld ausgeben. Optimale Organisation: Toni hat zwei Schachspieler gefunden und ich gehe auf Schnäppchenjagd. Jippieee!
Noch ein letzter Blick aufs Meer und zurück ins Casa. Um halb 7 war das Taxi da - Aeropuerto - einchecken und esperar, esperar, esperar, ...

Ein Tag in Pinar del Rio

In Vinales haben wir uns von den Großeltern, die wir nie hatten verabschiedet(das alte Pärchen war echt zum schiessen - sind immer zusammen auf der Veranda gestanden und haben gewunken, wenn wir gegangen sind) Wir sind dann mit dem Taxi in das naheliegende Pinar del Rio gefahren und haben uns in einer echten Luxusbude einquartiert (war nicht mal teurer, nur ein guter Tip unserer Großeltern).

Das skurrilste Gebäude der Stadt- der Palacio Guasch


Die Stadt selbst war nichts besonderes, es gibt zwar eine berühmte Tabakfabrik in der die bekanntesten Marken hergestellt werden (Cohiba, Trinidad), die war dafür winzig - naja Hauptsache wir habens mal gesehen. Eine Rumfabrik, in der ein Guavenlikör hergestellt wird haben wir auch besichtigt - komisch dass da am Dienstag niemand arbeitet??? War also demnach auch nicht besonders informativ, wenigstens gabs noch eine gratis Verköstigung.

Entweder hat sich das Toni so ausgerechnet, oder es war wirklich ein Zufall dass gerade heute ein echt grosses Baseball-Match ist. Es war das erste Halbfinalspiel der Zone West zwischen den Erzrivalen Pinar del Rio und Havanna! Muss zugeben das war echt spannend! Erst sah es nach einem klaren Sieg für Pinar aus, bis Havanna eine grandiose Aufholjagd startete - im letzten Spiel gingen sie sogar noch in Führung. Das Stadion kochte. Pinar startete das letzte Spiel und drehten Partie noch. Die Leute sind fast durchgedreht. In der Nacht hörte man die Menschen noch vor den Häusern diskutieren. Die sind echt phanatisch auf Baseball - die, die nicht im Stadion sind, sitzen zuhause vor dem Ferseher (als wäre Fussball-WM).