Mittwoch, 26. November 2008

Wir sind in Neuseeland!



Wir sind gestern Nacht um 2 Uhr eingecheckt. Die Fluege waren eher wie 2 Katzenspruenge und sind gut verlaufen. Wir sind gleich noch in die Stadt gelaufen, liegen ja voll zentral, um unseren kleinen Hunger zu stillen. Heute morgen wurde es mal Zeit Waesche zu waschen und wir haben uns schon mal wegen einem Mietwagen umgeschaut. Das war auch in Australien genau unser Ding. Mit der Zeit hat man ja auch genug von dieser Busfahrerei.

Der erste Eindruck von Neuseeland ist hervorragend. Die Leute sind sehr freundlich, sogar die von der Passkontrolle, die normalerweise einen todernsten Blick drauf haben, haben gelacht und man wurde gleich in ein Gespraech verwickelt.

Im Supermarkt gibt es alles was man braucht und noch viel mehr. Auch hier gibt es 'richtiges' Brot, nicht nur das lasche Toastbrot. Das Gemuese- und Fruechteangebot ist auch enorm. Und was die immer fuer suesse Leckereien haben ;-) Also Lebensmitteltechnisch nichts zu vermissen, bis auf unseren Kaese natuerlich!

Wir freuen uns schon Neuseeland zu entdecken, kann ja nur grandios werden!

Liebe Gruesse aus 12 Stunden Zeitverschiebung!
Die 2 Kiwis.

Reise ins Zentrum Australiens

Tag 1:
5 Uhr Tagwache, puenktlich zum Touranfang hat's natuerlich angefangen zu regnen. Dann passt ja alles. Erst mal wurden alle Leute eingesammelt und ab Richtung Norden. Die Gruppe ist bunt gemischt, wobei der Hollaender-Anteil erheblich ist. Zig-mal eingeschlafen und durch Geholper aus dem Schlaf gerissen, haben wir Quorn erreicht, wo wir unser Motel bezogen und sich alle mit einem Baerenhunger aufs Lunch-Buffet gestuerzt haben. Zumindest hat's auch aufgehoert zu regnen.

Nachdem wir alle gesaettigt waren, haben wir uns in die Wanderklamotten geschmissen und sind in den Dutchmans Stern Conservation Park gefahren, wo wir 2,5 Stunden gebraucht haben, einen Huegel rauf und runter zu rennen. Dabei sind wir durch Gebuesch und etliche Ameisen-Kompanien gelaufen. Aber die Aussicht ueber die Flinders Ranges waren es wert und es hat nicht mal mehr geregnet. Zum Dinner gab's asiatisch, noch ein paar Bier und Buenas noches!


Dutchmans Stern NP


Wallaby

Tag 2:
6 Uhr Tagwache. Fruehstueck - naja 2 Toasts mit Marmelade und einen schrecklichen Instant-Kaffee runter geschluerft. Rein in den Bus zum ausschlafen. Wir sind eine Weile gefahren bis wir im Flinders Ranges NP ankamen, um eine Wanderung zu unternehmen. Die Gruppe hatte es irgendwie eilig, nur Toni und ich haben's gemuetlich genommen um auch etwas von der Natur mitzukriegen, auch den 2 Guides wurde das Tempo zu bloed. Nach dem Lunch haben wir noch Hoehlenmalereien der Aborigines besichtigt "Yourambulla Caves", wo uns alle um unseren Fliegenschutz beniedet haben.

Am Abend gibt's echt mal ein leckers BBQ mit Camelwuersten, Emu-Burger, Kaenguruh und endlich mal essbare Salate. Die Aussies geben ja immer an mit ihrem BBQ, wenn die wuessten wie gut wir grillen koennen ;-)


Im Flinders Ranges NP


White Gum Tree - unseren neue Wohnung: TV rein, Bett rein, Kuehlschrank rein - fertig.


Irgendwo auf'm Weg


Unser Outback Accessoire - Fliegennetz, der absolute Renner!


Hoehlenmalerei der Aborigines


Salzsee

Tag 3:
6 Uhr Tagwache. Wieder den gleichen miesen Kaffee runtergewuergt und eine lange Busfahrt nach Coober Pedy, mit Unterbrechung bei einem Salzsee und zum Lunch.
In Coober Pedy angekommen gab's gleich eine Fuehrung im Opal Museum mit einer sehr ueberdrehten jungen Dame. Die hatte wohl zu wenig Licht abbekommen, hier leben die Einwohner zu ca. 70% unterirdisch. Das ergibt sich daraus, da in der Erde Opal vorkommt nachdem gegraben wird. Die Tunnel und Loecher bieten sich bei dieser Hitze um die 40 Grad natuerlich an, darin zu wohnen.

Abends sind wir dann alle Pizza essen gegangen wo's 6 grosse Pizzen fuer 21 Personen gab. Da musstest schnell zugreifen damit auch genug Futter bekommst. Das ist ja so eine Sache wenn mit einer Gruppe unterwegs bist. Erst kannst du helfen "slicen and dicen", dann stuerzen sich alle aufs Buffet wie die Geier und dann kannst auch noch abwaschen. Aber wurscht, is ja nur fuer 6 Tage.

Wobei die anderen jeweils zu 10. underground schlafen mussten, haben wir's uns in unserem Motel-Room gemuetlich gemacht. Uns war's natuerlich wieder wert das upgrade zu bezahlen, was sich immer lohnt. Fuer die naechsten 2 Tage ist dann Camping angesagt, wo wir keinen besondern Luxus geniessen duerfen.


Coober Pedy


So sieht's da aus.


Underground Wohnung


Opal

Tag 4:
Gut geschlafen, gut gefruehstueckt, um 7 Uhr gehts weiter. Lange muehsame Fahrt ins Zentrum Australiens, genauer gesagt nach Yulara. Hier liegt unser Camp und Ausgangspunkt zum Uluru, wohin wir zum Sonnenuntergang aufgebrochen sind. Und dann stehst du endlich da vor dem roten Berg und kannst es kaum fassen. Mit Champagner angestossen noch ein Bier und alle waren ziemlich beschwippst nach dem anstrengenden Tag. Die Rueckfahrt war dann auch dementsprechend, was mit einem Party-Bus vergleichbar waere. Bis wir endlich unseren Hunger stillen konnten wars halb 10.

Nun hatten wir die Wahl im Zelt (fuer 4 Personen) zu schlafen oder in einem Swag unter freiem Himmel. Ein Swag ist so ein Teil mit Bodenmatte, das man drumrum zumachen kann, sodass nur noch der Kopf rausguckt. Da rein steckst du dann den Schlafsack und schlussendlich dich. Nachdem sich in unserem Zelt noch 2 Typen eingenistet haben, wobei einer fuer einen furchtbaren Geruch verantwortlich war, hat sich das Thema drinnen zu schlafen fuer uns erledigt. Dazu hat's auch noch angefangen zu regnen - also nix mit Sternenhimmel, der so gigantisch sein soll. Und dann die ganzen Vieher, die hier rumkriechen. Uahhh! Wir haben die Swags unters Vordach platziert und versucht Schlaf zu finden. Die Heuschrecke mit gigantischem Ausmass vor meiner Nase und die 3 Kaefer, die Toni im Schlafsack hatte haben uns nicht unbedingt beruhigt. Zudem wurde es in dem Swag extrem heiss, aber ich hab mich nicht getraut den Swag ganz zu oeffnen, da kriecht dir ja alles rein. Also mit schlafen war mal nix, da wir dauernd nachschauen mussten, ob da nicht was rumkriecht. Man hat ja dauernd was gehoert, da ist man ja so extrem hellhoerig. Ich konnte es jedenfalls kaum erwarten, um halb 4 aufzustehen.


Uluru - endlich da!


auf Tuchfuehlung mit dem rostigen Berg


Uluru Sunset

Tag 5:
3:45 Uhr Fruehstueck - natuerlich waren alle zahnfrisch ;-) Fahrt zum Uluru, wo der Sonnenaufgang nicht unbedingt berauschend war, da bewoelkt. Dafuer sind wir noch halbdrumrum gelaufen. Im Prinzip konnten wir ja froh sein, dass es zur Zeit viel regnet und kuehler ist. Hier ist es ja ueblicherweise sehr heiss und dann gibt es auch massenhaft Fliegen.

Weiter zu Kata Tjuta, wo es dann ploetzlich aufgerissen und runtergebrannt hat. Eine 4-stuendige Busfahrt spaeter sind wir in unserem Camp beim Kings Canyon angekommen, wo wir Lagerfeuer zum Kochen gemacht haben. Auch der Sternenhimmel war teils sichtbar, bevor ein heftiges Gewitter aufgezogen ist. Geschlafen haben wir ueberraschend gut, aber wir haben's auch geschafft ein Zelt fuer uns zu haben.


Uluru Sunrise


Kata Tjuta


Kata Tjuta


Mt. Cooper auch Fuluru genannt, da er gerne von Touris fuer Uluru gehalten wird

Tag 6:
Um 7 geht's auf zum Kings Canyon wo wir ca. 4 Stunden gewandert sind. Die Wanderung war echt genial zwischen den riesigen Steinformationen, bis man einen richtige Ruheoase erreicht "Garden of Eden" in Form von einem See und kleinem Wasserfall.


Kings Canyon


Kings Canyon


Garden of Eden


Garden of Eden


Auf dem Kings Canyon


Kings Canyon


Weil's so schoen war nochmal Kings Canyon

Gegen Abend haben wir dann schlussendlich unser Ziel erreicht - Alice Springs - wo wir unsere Reise in Australien abschliessen.


Alice Springs - wir haben unser Ziel erreicht


Ja dann auf zu den Kiwis!

Die Vorfreude auf Neuseeland macht uns den Abschied etwas einfacher. Egal was es gekostet hat, es war auf jeden Fall die beste Entscheidung, die wir jemals getroffen haben. Was wir bis jetzt alles erleben durften ist unbezahlbar.

Liebe Gruesse ins verschneite Laendle!
Sibylle & Toni

Dienstag, 18. November 2008

Adelaide & Barossa Valley

Hoi zemma! So viel spektakulaeres gibt's ja gar nicht zu berichten. Die Stadt ist wiedermal eine Stadt, aber nicht mal so besonders gross. Uns kann man jetzt auch nicht mehr so schnell beeindrucken ;-)

Wo wir schon hier sind haben wir uns auch gleich einer Wein-Tour ins Barossa Valley angeschlossen. Im Prinzip das gleiche in braun wie Yarra Valley, wo es noch gruen war. Aber im Sommer trocknet hier ja alles aus bis auf die Weinreben.

Die restliche Zeit sind wir gemuetlich in der Stadt rumgeschlendert, in der Fussgaengerzone laeuft ja vollgas Weihnachtsmusik. Auch ein Besuch am Strand in Glenelg war drin - dieses Mal waren es etwas mehr als nur Zierdewolken.

Jo war alles ganz schoen, aber morgen muessen wir mal frueh raus, um 5 sozusagen.
Dann startet unser 6-taegiges Abenteuer ins Outback. Wir sind ja mal ziemlich gespannt was uns da wirklich erwartet. Da unser Flug dann tagsdarauf gleich nach Neuseeland geht wird der naechste Bericht etwas auf sich warten lassen.

Also bis denne, falls euch fad is, koennt ihr ja wiedermal ein Kommentar hinterlassen ;-)

Ganz liebe Gruesse in die Heimat!
SiTo

Sonntag, 16. November 2008

Abstecher in die Grampiens


Yoga-Toni

Da's in der Natur Australiens so schoen ist, hat es uns fuer 2 Tage in den Grampians Nationalpark verschlagen. Welch hervorragende Entscheidung. Wir haben ein super Motel gefunden, vor unserer Haustuere grasen nachts Kaenguruhs. Morgen zu Sonnenaufgang wecken uns die Voegel, welche einen wahnsinnigen Radau machen. Dazu zaehlen hauptsaechlich Papageien, Kakadus und der Kookaburra, auch "lachender Hans" genannt. Ihr koennt euch nicht vorstellen, was der fuer einen Gesang bzw. Gelaechter hat - sensationell.


Weisse Papageien vor unsrer Haustuere


Kookaburra's


Kaenguruhs in flagranti erwischt!

Es waere auch schoen mal den ganzen Tag zu schlafen, aber wir haben uns doch aufgerafft und hatten einen grandiosen Tag. Ein Ausflug vorbei am Grand Canyon zu den Pinnacles, McKenzie Falls, The Balconies - durch Waelder, die Anfang 2006 von einem gewaltigen Buschbrand zerstoert wurden und sich bis heute zum Teil wieder erholt haben.


Grand Canyon auf australisch


Pinnacles


Diesen Schnabeligel (Echidna) haben wir zufaellig getroffen


Conquistadore Antonio bei den McKenzie Falls


Lookout Balkonies


Verbrannte Baeume und saftiges Gruen


kein Buschbrand - nur Abendrot

Tags darauf haben wir uns nach Adelaide aufgemacht, ca. 5 Stunden fahrt, Hostel gesucht und gefunden. Musste mich doch grad aufregen, da die das Zimmer was wir gebucht und bezahlt haben, wiedermal vergeben hatten. Dafuer haben wir dann ein 6er Dorm mit Bad fuer uns alleine und heute haben wir unser Doppelzimmer bekommen. In den Hostels arbeiten schon oft so Pfeifen, denen muss man ab und zu mal Gas geben, wenn was nicht passt ;-)

Dann kucken wir mal was in der Stadt so los ist, und wir hoffen, dass wir uns vor unserm Outback-Trip nochmal melden koennen. Danach geht's ja gleich nach Neuseeland!

Wir haben grad gesehen, dass Altach endlich wieder mal gewonnen hat. Das wurde aber auch Zeit! Toni hat Luftspruenge gemacht!

Im Laendle sieht's ja langsam ziemlich frisch aus.
Wir schicken euch gerne aus Adelaide ein paar warme Sonnenstrahlen!!!
Hoffen es klappt auch! Liebe Gruesse, Sibylle & Toni.

The Great Ocean Road


Great Ocean Road

Ja manchmal dauert's eben ein bisschen laenger, bis man Gelegenheit und Lust hat mit dem Neuesten aus Australien zu berichten.

Also, am Montag haben wir erstmal unsere rote Rakete (ein Hyundai Getz) abgeholt, die uns von Melbourne nach Adelaide bringen soll. Der Flitzer ist mit seinen 7000 km noch jung und hat kein Problem, uns und unseren ganzen Plunder zu verstauen.


Unsere rote Rakete

Das Wetter war auch wunderpraechtig, wolkenlos - hoechstens ein paar Woelkchen zur Zierde, ca. 28 Grad und die Zeit war auch kein Thema. Die erste Station war Torquay, die Surfhauptstadt Australiens, wo es uns erst nach "Surf City" verschlagen hat. Hier wurden wieder alle Surf-Shops gecheckt - gehoert e schon zur Routine. Mann werde ich das in Oesterreich vermissen, aber was machste denn nur mit all den kurzen Hosen zu hause?! In der City, die nicht wirklich eine ist (Goetzis ist groesser) war nicht viel los, zur Abwechslung wieder mal Fish & zu viel Chips gegessen, in den Bottleshop und gemuetlicher Abend im Motel.


Surf City Shopping

On the Road again ...
Dann gings auf zur eigentlichen Great Ocean Road, entlang des Ozeans. Richtig befreiend mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein, und den Luxus zu haben, stehen zu bleiben wo man will. So gut wie alle Highlights haben wir uns angesehen, traumhafte Ausblicke genossen und das bei einem richtig kitschigen Wetter. Besonders schoen war auch ein Walk in einem der letzten Urwaelder Suedaustraliens "Maits Rest", maechtige Baeume und riesige Farne saeumten den Weg. Natuerlich waren auch die "Twelve Apostles" sehr beeindruckend, die wir uns bei Tag und auch bei Sonnenuntergang angesehen haben. Dabei haben wir auch eine Schweizerin, die mit uns auf Fraser Island war, wiedergetroffen. Scheint, als ob Australien doch nicht so gross ist ;-) "Otway Fly" ist auch genial, das sind Baumwipfel-Stege, die 25 m in der Lust haengen, teilweise hat's ziemlich gewackelt, aber anscheinend koennen da Elefanten drauf laufen.

Wusstet ihr eigentlich, dass es hier extrem viele Fliegen gibt? Die sind sowas von penetrant - die fliegen dir sogar in die Augen, Ohren und sonst ueberall rein, und meinen auch noch sie koennen da verweilen. Und kaputtzukriegen sind die auch nicht. Kann uns mal jemand sagen, ob die Viecher ueberhaupt einen Zweck haben ausser laestig zu sein?


Toni mit Fliegenschutz bzw. selbst als Fliege getarnt beim Split Point Lighthouse

Da faehrst so nichtsahnend die Kuestenstrasse entlang und suchst nach einem Radiosender, da ertoent der Radetzky-Marsch. Was fuern Spass, dachten wir uns, bis uns der in die Jahre gekommene sehr langsame Moderator uns die alte deutsche Volksmusik mit Gejodel naeher bringen wollte. Das war dann doch zuviel - wie absurd aber auch.

Diese Art des Reisens ist echt perfekt, zudem uebernachten wir zur Zeit in Motels, die voll und ganz unseren Beduerfnissen entsprechen. Hier hast du dein Bad, dein TV, Wasserkocher, Toaster, Kuehlschrank und sogar einen Foen. Wie wunderbar das ist, wiedermal seine Haare trocken zu foehnen. Und das Wichtigste: Ruhe - kein junges Gesindel, das sich die Birne wegsaeuft.

Ja, die Great Ocean Road waere sowas, was man zu hause haben sollte, wenn man wieder mal von allem die Schnauze voll hat. Zack - drueber - und alles ist wieder in Ordnung.


Fairhaven Beach mit Zierde Woelkchen


Cape Patton Lookout


Urwald "Maits Rest"


Castle Cove


Otway Fly


Loch Ard Gorge


Twelve Apostels


2 Apostel


London Bridge


The Grotto