Mittwoch, 26. November 2008

Reise ins Zentrum Australiens

Tag 1:
5 Uhr Tagwache, puenktlich zum Touranfang hat's natuerlich angefangen zu regnen. Dann passt ja alles. Erst mal wurden alle Leute eingesammelt und ab Richtung Norden. Die Gruppe ist bunt gemischt, wobei der Hollaender-Anteil erheblich ist. Zig-mal eingeschlafen und durch Geholper aus dem Schlaf gerissen, haben wir Quorn erreicht, wo wir unser Motel bezogen und sich alle mit einem Baerenhunger aufs Lunch-Buffet gestuerzt haben. Zumindest hat's auch aufgehoert zu regnen.

Nachdem wir alle gesaettigt waren, haben wir uns in die Wanderklamotten geschmissen und sind in den Dutchmans Stern Conservation Park gefahren, wo wir 2,5 Stunden gebraucht haben, einen Huegel rauf und runter zu rennen. Dabei sind wir durch Gebuesch und etliche Ameisen-Kompanien gelaufen. Aber die Aussicht ueber die Flinders Ranges waren es wert und es hat nicht mal mehr geregnet. Zum Dinner gab's asiatisch, noch ein paar Bier und Buenas noches!


Dutchmans Stern NP


Wallaby

Tag 2:
6 Uhr Tagwache. Fruehstueck - naja 2 Toasts mit Marmelade und einen schrecklichen Instant-Kaffee runter geschluerft. Rein in den Bus zum ausschlafen. Wir sind eine Weile gefahren bis wir im Flinders Ranges NP ankamen, um eine Wanderung zu unternehmen. Die Gruppe hatte es irgendwie eilig, nur Toni und ich haben's gemuetlich genommen um auch etwas von der Natur mitzukriegen, auch den 2 Guides wurde das Tempo zu bloed. Nach dem Lunch haben wir noch Hoehlenmalereien der Aborigines besichtigt "Yourambulla Caves", wo uns alle um unseren Fliegenschutz beniedet haben.

Am Abend gibt's echt mal ein leckers BBQ mit Camelwuersten, Emu-Burger, Kaenguruh und endlich mal essbare Salate. Die Aussies geben ja immer an mit ihrem BBQ, wenn die wuessten wie gut wir grillen koennen ;-)


Im Flinders Ranges NP


White Gum Tree - unseren neue Wohnung: TV rein, Bett rein, Kuehlschrank rein - fertig.


Irgendwo auf'm Weg


Unser Outback Accessoire - Fliegennetz, der absolute Renner!


Hoehlenmalerei der Aborigines


Salzsee

Tag 3:
6 Uhr Tagwache. Wieder den gleichen miesen Kaffee runtergewuergt und eine lange Busfahrt nach Coober Pedy, mit Unterbrechung bei einem Salzsee und zum Lunch.
In Coober Pedy angekommen gab's gleich eine Fuehrung im Opal Museum mit einer sehr ueberdrehten jungen Dame. Die hatte wohl zu wenig Licht abbekommen, hier leben die Einwohner zu ca. 70% unterirdisch. Das ergibt sich daraus, da in der Erde Opal vorkommt nachdem gegraben wird. Die Tunnel und Loecher bieten sich bei dieser Hitze um die 40 Grad natuerlich an, darin zu wohnen.

Abends sind wir dann alle Pizza essen gegangen wo's 6 grosse Pizzen fuer 21 Personen gab. Da musstest schnell zugreifen damit auch genug Futter bekommst. Das ist ja so eine Sache wenn mit einer Gruppe unterwegs bist. Erst kannst du helfen "slicen and dicen", dann stuerzen sich alle aufs Buffet wie die Geier und dann kannst auch noch abwaschen. Aber wurscht, is ja nur fuer 6 Tage.

Wobei die anderen jeweils zu 10. underground schlafen mussten, haben wir's uns in unserem Motel-Room gemuetlich gemacht. Uns war's natuerlich wieder wert das upgrade zu bezahlen, was sich immer lohnt. Fuer die naechsten 2 Tage ist dann Camping angesagt, wo wir keinen besondern Luxus geniessen duerfen.


Coober Pedy


So sieht's da aus.


Underground Wohnung


Opal

Tag 4:
Gut geschlafen, gut gefruehstueckt, um 7 Uhr gehts weiter. Lange muehsame Fahrt ins Zentrum Australiens, genauer gesagt nach Yulara. Hier liegt unser Camp und Ausgangspunkt zum Uluru, wohin wir zum Sonnenuntergang aufgebrochen sind. Und dann stehst du endlich da vor dem roten Berg und kannst es kaum fassen. Mit Champagner angestossen noch ein Bier und alle waren ziemlich beschwippst nach dem anstrengenden Tag. Die Rueckfahrt war dann auch dementsprechend, was mit einem Party-Bus vergleichbar waere. Bis wir endlich unseren Hunger stillen konnten wars halb 10.

Nun hatten wir die Wahl im Zelt (fuer 4 Personen) zu schlafen oder in einem Swag unter freiem Himmel. Ein Swag ist so ein Teil mit Bodenmatte, das man drumrum zumachen kann, sodass nur noch der Kopf rausguckt. Da rein steckst du dann den Schlafsack und schlussendlich dich. Nachdem sich in unserem Zelt noch 2 Typen eingenistet haben, wobei einer fuer einen furchtbaren Geruch verantwortlich war, hat sich das Thema drinnen zu schlafen fuer uns erledigt. Dazu hat's auch noch angefangen zu regnen - also nix mit Sternenhimmel, der so gigantisch sein soll. Und dann die ganzen Vieher, die hier rumkriechen. Uahhh! Wir haben die Swags unters Vordach platziert und versucht Schlaf zu finden. Die Heuschrecke mit gigantischem Ausmass vor meiner Nase und die 3 Kaefer, die Toni im Schlafsack hatte haben uns nicht unbedingt beruhigt. Zudem wurde es in dem Swag extrem heiss, aber ich hab mich nicht getraut den Swag ganz zu oeffnen, da kriecht dir ja alles rein. Also mit schlafen war mal nix, da wir dauernd nachschauen mussten, ob da nicht was rumkriecht. Man hat ja dauernd was gehoert, da ist man ja so extrem hellhoerig. Ich konnte es jedenfalls kaum erwarten, um halb 4 aufzustehen.


Uluru - endlich da!


auf Tuchfuehlung mit dem rostigen Berg


Uluru Sunset

Tag 5:
3:45 Uhr Fruehstueck - natuerlich waren alle zahnfrisch ;-) Fahrt zum Uluru, wo der Sonnenaufgang nicht unbedingt berauschend war, da bewoelkt. Dafuer sind wir noch halbdrumrum gelaufen. Im Prinzip konnten wir ja froh sein, dass es zur Zeit viel regnet und kuehler ist. Hier ist es ja ueblicherweise sehr heiss und dann gibt es auch massenhaft Fliegen.

Weiter zu Kata Tjuta, wo es dann ploetzlich aufgerissen und runtergebrannt hat. Eine 4-stuendige Busfahrt spaeter sind wir in unserem Camp beim Kings Canyon angekommen, wo wir Lagerfeuer zum Kochen gemacht haben. Auch der Sternenhimmel war teils sichtbar, bevor ein heftiges Gewitter aufgezogen ist. Geschlafen haben wir ueberraschend gut, aber wir haben's auch geschafft ein Zelt fuer uns zu haben.


Uluru Sunrise


Kata Tjuta


Kata Tjuta


Mt. Cooper auch Fuluru genannt, da er gerne von Touris fuer Uluru gehalten wird

Tag 6:
Um 7 geht's auf zum Kings Canyon wo wir ca. 4 Stunden gewandert sind. Die Wanderung war echt genial zwischen den riesigen Steinformationen, bis man einen richtige Ruheoase erreicht "Garden of Eden" in Form von einem See und kleinem Wasserfall.


Kings Canyon


Kings Canyon


Garden of Eden


Garden of Eden


Auf dem Kings Canyon


Kings Canyon


Weil's so schoen war nochmal Kings Canyon

Gegen Abend haben wir dann schlussendlich unser Ziel erreicht - Alice Springs - wo wir unsere Reise in Australien abschliessen.


Alice Springs - wir haben unser Ziel erreicht


Ja dann auf zu den Kiwis!

Die Vorfreude auf Neuseeland macht uns den Abschied etwas einfacher. Egal was es gekostet hat, es war auf jeden Fall die beste Entscheidung, die wir jemals getroffen haben. Was wir bis jetzt alles erleben durften ist unbezahlbar.

Liebe Gruesse ins verschneite Laendle!
Sibylle & Toni

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