Montag, 7. März 2011

Stellenbosch statt Franschhoek – Wine tasting und mehr


Auf dem Weg nach Franschhoek




Franschhoek-Tal


Die Gourmethauptstadt Südafrikas heißt angeblich Franschhoek. Ein kleines Städtchen mit 9.000 EW, hier trifft sich die High-Society. Spitzen-Winerys, Toprestaurants und natürlich teuer. Auch die Lage ist phänomenal, das sehen wir schon als wir vom Franschhoekpass ins kleine Tal runterschauen.

Wir wollen hier bleiben, allerdings stehen wir vor zwei Problemen: Es ist viel teurer, als wir uns gedacht haben und da auch noch Wochenende ist, ist alles voll. Und ganz nebenbei erwähnt - es hat 38° und wir sind auf Zimmersuche. Nachdem wir keinen Erfolg haben, beschließen wir etwas deprimiert nach Stellenbosch weiterzufahren – nach Kapstadt, die zweitälteste Stadt Südafrikas, mittlerweile eine Universitätsstadt und die Weinhochburg schlechthin. Hier hoffen wir eine preiswertere Unterkunft zu finden, doch auch Stellenbosch stellt uns vor Probleme. Auch hier suchen wir lange bis wir etwas finden. Zu guter Letzt checken wir im Oak Village ein, das zwar auch etwas teuer ist, aber wir haben keine Lust mehr und irgendwo müssen wir ja schlafen.

Duschen und essen gehen. Beef- und Straußenburger mit Pommes - genau das richtige jetzt. Und natürlich eine Flasche Wein. Im Gegensatz zu den anderen Städten ist hier abends echt was los. Viele Straßencafés und Restaurants sind prall gefüllt mit jungen Leuten - eine echte Studentenstadt eben. Vor dem Einschlafen werden die Reiseführer studiert und wir stellen fest, dass es einiges tolles zu entdecken gibt. Jetzt freuen wir uns doch noch hier zu sein. Stellenbosch wir kommen!

Der zweite große Weinverkostungs-Tag steht bevor, doch vorher genießen wir noch ein ausgiebiges Frühstück. Grundlage muss sein. Die erste Winery ist Delheim Estate und wir kommen gerade rechtzeitig zu einer Weinkeller-Tour. Wir erfahren wie und wo der Wein hergestellt wird und einige Details dazu. Danach geht's ans verkosten - lecker bis spitzenmäßig, 2 Flaschen mitnehmen und weiter geht's.



in Stellenbosch

Delheim Estate











Hidden Cellars ist das nächste Ziel. Die Lage des Anwesens ist traumhaft. Hoch oben in den Helderbergen hat man eine phantastische Aussicht auf Stellenbosch und die Weintäler drumherum. Aber es ist eine Schickeriabude, alte reiche Säcke mit jüngeren Frauen oder zumindest solche die versuchen so auszusehen. Folglich fühlen wir uns nicht sehr wohl und verlassen die Winery nach ein paar Weinproben wieder recht schnell. Übrigens mussten hier die Proben sogar bezahlt werden, was sonst nicht üblich ist. Ja, wo Geld ist, ist der Geiz nicht weit ;-)


Hidden Cellars











Das nächste wiederum ist hervorragend. Uva Mira ist quasi eine Tür weiter und die Aussicht genauso superb. Man sieht sogar das Meer von hier aus und die Atmosphäre ist um einiges gemütlicher. Exzellentes Winetasting und eine tolle Käseplatte dazu. Hier genießen wir den Nachmittag und suhlen uns in Gemütlichkeit und Sonne. Mit drei weiteren Flaschen begeben wir uns auf den Heimweg. Nach einem leckeren Essen im "Beads" war das wieder ein perfekter Tag.


Uva Mira

















Bevor wir Stellenbosch verlassen schlendern wir nochmal ins Zentrum. Wir besuchen das Village-Museum (Toni-Programm). Das sind 4 verschiedene Häuser aus 4 Epochen. Ist echt interessant zu sehen wie sich alles verändert hat. Von 1680 - ca.1880. Die Mode, die Inneneinrichtung, das Mobiliar, der Fortschritt. Toni könnte wieder den ganzen Tag hier verbringen. Wir besichtigen auch noch die älteste Kirche der Stadt und kommen bei einem Markt vorbei (Sibylle-Programm). Toni kann hier wiedermal beweisen wie gut er im verhandeln ist. 7 Bilder später und 700 R weniger gehen wir zurück zum Auto. Ein letzter Stop bevor wir Stellenbosch endgültig wieder verlassen ist das "Oom Samie se Winkel". Der älteste noch bestehende Tante-Emma Laden in SA. Ein kleiner Gemischtwarenladen, der schon fast seit 300 Jahren Dinge für den Alltag verkauft. Mittlerweile eine Touristenattraktion, man kann aber immer noch in dem verwinkelten Geschäft toll rumstöbern.


Village Museum

Ja, da waren die Leute noch ein wenig kleiner













Kirche mit Reet-Dach





Kunstmarkt


Tante-Emma-Laden



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