Dienstag, 1. März 2011

Graaff-Reinet – Halbwüste und Valley of Desolation






Unser nächstes Ziel ist Graaff-Reinet, die viertälteste Stadt Südafrikas. Wir fahren zig Kilometer durch die Halbwüste ohne jemandem zu begegnen. Wir halten bei einem Farmstall mitten in der Pampas, weit und breit keine Zivilisation. Dort treffen wir eine Frau, die froh ist Besuch zu bekommen. Danach sind wir um eine Lebensgeschichte und etwas Biltong reicher.

In Graaff-Reinet angekommen halten wir in einer Nebenstraße nahe des Zentrums und gehen auf Unterkunftssuche. Das erste, das uns auffällt ist eine Prachtvilla. Riesengarten mit Springbrunnen und allerlei Schnickschnack. Viel zu nobel für uns. Trotzdem wollen wir uns einen Spaß daraus machen und es uns mal ansehen. Riesenbude, alles voller antiken Möbel und hinten hinaus noch Gärten und ein Pool. Als wir das alles sehen sind wir gedanklich schon beim nächsten B&B, doch der Preis, den er uns dann nennt ist gar nicht soo viel. 500 Rand pro Person. Da das aber trotzdem unser Budget übersteigt, kann Toni den Preis auf 350 runterhandeln, inklusive Frühstück (also 35 Euro p.P). Somit haben wir für eine Nacht in dieser Nobelherberge eingecheckt.

Die glamouröse Unterkunft:






Graaff-Reinet




Nachdem wir die kleine, aber schöne Stadt ausgekundschaftet haben geht's am späten Nachmittag ins Valley of Desolation - eine Schlucht, die seinesgleichen sucht. Und der Name hält was er verspricht. Die Aussicht ist grandios - ein Bierchen zum Sonnenuntergang und die Stimmung ist perfekt.












Blick auf Graaff-Reinet






Es ist schon relativ spät und wir haben Hunger. Jetzt! Somit wär's ideal eine Take-Away-Pizza zu holen und ab nach Hause. Denkste! In der ganzen Stadt finden wir keine Pizzeria, nur bei einem Shop ist was angeschrieben. Als wir reinkommen, fällt immer wieder der Strom aus und jemand schreit aus der hinteren Ecke. Naja, es schmeckt auch verbrannt. Aber der Hunger ist so gross, dass wir bei der Frau, die einen einzigen kleinen Ofen zum Pizzabacken hat, welcher nicht größer als eine Mikrowelle ist, eine Pizza bestellen. Sie macht uns aufmerksam, dass es an die 45 Minuten dauern kann. OK, so gut sieht's nun wirklich nicht aus, dass es die Zeit wert wäre zu warten, also Plan B. Burger-Imbisse gäbe es genug, aber das reizt uns heute gar nicht. Nachdem wir feststellen mussten, dass es tatsächlich nur ein(!) Restaurant in der Stadt gibt, das heute geöffnet hat, bleibt nichts anderes mehr übrig. Die Tische drinnen sind alle reserviert, und natürlich sind wir auch nicht entsprechend gekleidet. Wir bekommen aber trotzdem noch ein Plätzchen draußen und versuchen das günstigste auf der Karte zu bestellen, da die Preise doch recht saftig sind. Schade, der Tag wäre sonst echt perfekt gewesen.

leckere Pralinen - Proviant für die nächste Destination

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