Wir sagen dem Meer adieu - heute geht es ins Landesinnere - zum Addo Elephant Park. Unterwegs halten wir bei zwei Farmstalls an - das ist im Prinzip eine Farm, die eigene, frische Produkte verkauft. Schlussendlich kaufen wir aber doch nur Rooibostee für zuhause und ein kühles, selbst gemachtes Gingerbeer.
Nach nur 2 Stunden kommen wir beim Maingate des Parks an. Da alles gebucht und bezahlt ist geht das einchecken schnell. Wir beziehen unser Cottage und brechen gleich auf zur Safari. Da es hier deutlich heisser ist, als an der Küste, haben wir auch genug Wasser eingepackt. Mit dem eigenen Auto kann man auf unzähligen Straßen und Wegen auf die Pirsch gehen. Wir fahren eine Weile ohne die geringste Spur von Großwild oder Sonstiges zu entdecken - nur ein Wasserloch mit zwei Enten drin und ein Tierkadaver ... und plötzlich stehen wir vor einem Elefanten. Nur ein paar Meter von unserem Auto entfernt frisst er gemächlich Gras und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Dann sind es schon 2, gefolgt von einer ganzen Familie und schon ziehen ganze Horden an uns vorbei. Fasziniert schauen wir dem Schauspiel zu. Auf der weiteren Fahrt sehen wir noch Zebras, Wildschweine, Kudus, Schildkröten und einen Schakal, aber die richtig großen Raubkatzen bekommen wir leider nicht zu Gesicht.
... und noch ein Teil der Horde
Schweißgebadet kommen wir zurück ins Camp und buchen für den nächsten morgen eine Sunrise-Safari. Vielleicht haben wir dann mehr Glück. Nach dem Abendessen kehren wir in unser Cottage zurück und durchsuchen erst mal alles nach Kakerlaken und anderem Ungeziefer. Scheint als ob wir hier Glück haben. Bis auf ein paar Spinnen nichts dramatisches. (Nachteil von diesen Reet-Dächern - da versteckt sich gerne was). Den Abend genießen wir mit ein paar Bier auf unserem Balkon mitten im Park. Der Sternenhimmel, der sich uns Nachts bietet ist echt unglaublich. Sogar den Milky Way kann man gut erkennen.
Nachdem wir vor zwei Tagen noch völlig relaxt am Pool rumgelegen sind, haben wir heute wieder einen actionreichen Tag vor uns. Tagwache ist um 4.50 Uhr. Es ist noch stockdunkel draussen, aber wir quälen uns aus dem Bett. Wir frühstücken eine Kleinigkeit, d.h. jeder ein Keks und Instantkaffee. Was will man mehr? Viertel vor 6 ist Treffpunkt beim Office. Dann geht die Tour auch schon los. Wir in kurzen Hosen und Flip-Flops, dazu ein offener Geländebus. Zwei Stunden frieren wir uns so durch's Gelände, da sich die Sonne nicht blicken lässt - es ist nämlich komplett bewölkt. Die Tour an sich ist ein Teilerfolg, da wir mehr Tiere sehen als gestern. Vor allem Büffel, Hyänen und einige Kudus kommen zum gestrigen Repertoire dazu. Doch der König des Dschungels, der Löwe bleibt uns auch heute versagt.
Zufrieden und etwas enttäuscht zugleich verlassen wir den Addo-Park Richtung Norden.


























Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen