

Der Flug ist dank Schlaftabletten, welche keine Wirkung zeigten eine mühsame Angelegenheit. 13 h Nachtflug und kein Auge zugetan. Über Johannesburg kommen wir dann gegen 14.00 Uhr in Kapstadt an. Wir werden abgeholt, in unser erstes Domizil gebracht und von allen freundlich empfangen. Die Aussicht vom Guesthouse, welches im Bo-Kaap liegt, ist echt der Hammer. (Bo-Kaap: Eines der ältesten Viertel in Kapstadt. Liegt an den Hängen des Signal Hill und wird großteils von Moslems bewohnt. Das Viertel ist auch berühmt für ihre bunten Häuser.)



Wir starten sofort zur ersten Erkundungstour. Longstreet - die berühmte Straße. Nichts los. Klar, ist auch Sonntag. Kurzentschlossen laufen wir weiter zum Hafen - Victoria and Alfred Waterfront - das Touriviertel schlechthin. Hier hat sich alles versammelt, doch alles wirkt künstlich und für die Schickeria gemacht. Ein paar Bier und ein Essen später fahren wir mit dem Taxi nach Hause und schleppen uns todmüde ins Bett.
V&A Waterfront


lekker

Um 4.30 Uhr singen uns dann die Muezzins aus dem Schlaf. Nicht weit von uns befinden sich nämlich 2 mit Lautsprechern gespickte Moscheen und beide geben erst Ruhe, wenn das ganze Viertel wach ist. Die Beterei ging dann doch nicht so lange wie befürchtet. Bis wir dann um 6 vom Frühstückslärm geweckt werden geben wir's endgültig auf mit der Nachtruhe. Trotzdem sind wir fit und starten nach dem Frühstück zu einem interessanten Highlight - dem Tafelberg - 1086 m hoch. Heute ist es knapp über 30° heiss und wolkenlos. Mit der Gondel, die sich um 360° dreht fahren wir hinauf. Die Aussicht was sich uns oben bietet ist echt phänomenal. Wir schießen unzählige Fotos, wandern ein wenig rum und staunen immer wieder über die Aussicht. Irgendwann überwältigt uns der Hunger und wir fahren wieder runter. Also nochmals in die Longstreet - die Strasse ist heute voller Leben. Alle Läden, Cafes, Bars und Restaurants haben offen. Und alles voller Leute - Touris mit Kameras und Reiseführer bewaffnet, Einheimische, die hier arbeiten, rumsitzen oder den Touris was verkaufen wollen. Und dazwischen überall diese herrlich alten und restaurierten Kolonialgebäude. Wir setzen uns an ein Straßencafe und genießen unseren Urlaub. Die Hitze macht dann doch etwas schlapp und wir beschließen den Rest des Nachmittags im Guesthouse am Pool zu verbringen.
Der Tafelberg wartet auf uns ...
360° Gondel





Longstreet
Am frühen Abend spazieren wir durch's Bo-Kaap, danach geht's wieder Richtung Zentrum zum Essen und sind überrascht wie wenig los ist. Ausser der Backpackerszene in der Longstreet sind die Strassen fast leergefegt. Nach dem Dinner ist es schon dunkel, wo man hier nicht mehr unterwegs sein sollte. Gut, dass wir nur gutbelichtete Straßen zurücklaufen müssen. Ansonsten lieber ein Taxi nehmen!
Bo-Kaap
Am nächsten Tag steht das District 6 Museum auf dem Programm. Gleich in der Nähe ist auch das Castle of Good Hope - eine Burganlage und das älteste noch existierende Gebäude in Südafrika. Mit einem Waffenmuseum und Ausstellungen. Nachmittags geht's nochmal zur Waterfront um Tickets für Robben Island zu bekommen. (Robben Island: Ist eine Gefängnisinsel von Kapstadt, von den frühesten Anfängen bis 1996. Nelson Mandela war der berühmteste Häftling. Heute ist Robben Island eine Topattraktion und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.) Leider für heute ausverkauft. Somit gehen wir noch etwas in den vielen Geschäften bummeln, die uns aber doch zu teuer sind. Gegen Abend spazieren wir zum Greenpoint und finden ein Spitzenrestaurant (Theo's). Ich habe eine königlichen Fisch (Kingklip) und Toni bekommt 1 kg Prawns zum Preis von ca. 10 Euro. Dazu ein wunderbarer Sauvignon Blanc und wir beide strahlen um die Wette. Zuhause mit einem tollen Blick auf die Citylights lassen wir den Abend mit einer weiteren Flasche SB ausklingen. Cheers!

District 6
Castle of Good Hope
Green Point

Cape Town by night
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