Dienstag, 22. Februar 2011

Garden Route I - Knysna und Plettenberg Bay


Strand in Wilderness


Nach dem Museum in Swellendam geht es auf zur Garden Route, eine Strecke im Süden, der Küste entlang, die sehr beliebt ist. In Wilderness, einem kleinen Ferienort wollen wir übernachten. Aber entweder sind die Unterkünfte ausgebucht oder zu teuer. Also fahren wir weiter nach Knysna. Diese Stadt ist etwas größer, aber auch sehr beliebt und liegt wunderschön an einer Lagune. Wir sind schon spät dran, aber ich kann telefonisch was reservieren, somit ist das einchecken schnell erledigt. Die Inyathi Guest Lodge sieht super aus. Viele afrikanische Einflüsse sind mit eingebaut. Wir buchen gleich für 2 Nächte.

Da es jetzt schon spät ist spazieren wir zur Waterfront was essen. Auf dem Heimweg gehen wir noch auf einen Drink in ein Pub. Alles voller Einheimische, die sich auf einer Großleinwand ein Rugbyspiel ansehen. Bulls gegen Lions. Bei jedem Touch Down der Lions drehen die Leute fast durch. Trotzdem hat's für die Heimmannschaft nicht gereicht und die Leute gehen deprimiert und schimpfend nach Hause. Auch wir begeben uns zur Nachtruhe.


Knysna Waterfront







Cheers!


Jetzt ist mal ein Sibyllischer Tag geplant. Und das bedeutet Sonne, Strand und Meer. Noch schnell im Superspar (ja die Spar's gibt's hier auch) einkaufen und schon sind wir auf dem Weg nach Buffel's Bay, ein empfohlener Badestrand. Und wirklich, der Strand ist hervorragend. Wir leihen uns einen Sonnenschrim aus und verbringen einen tollen Tag am Meer. Am späten Nachmittag verlassen wir den Strand und geh'n nochmal einkaufen, denn für den Abend ist ein Braai angesagt - die südafrikanische Art zu grillen. Kohle wird hier verpönt, hier wird nur mit Holz gegrillt. Ich versteh nun auch warum - das Hartholz brennt ewig lange und raucht erst wie Sau, aber ein einziger Haufen reicht um genügend heiße Kohle zu haben. Der Chef des Hauses hilft uns mit dem Braai und endet schließlich damit, dass er alles für uns macht. Während das Feuer lodert wird gemütlich gequatscht und getrunken. Zum Essen gibt's Boerewors (Afrikaans für „Bauernwurst") und Straußenfillet. Wir verbringen zusammen einen tollen Abend und haben einfach Spaß.


Beach Day in Buffel's Bay









Inyathi Guest Lodge


Die obligatorische Flasche Wein ...


Braai - lekker


Wir nehmen uns heute vor ein paar Knysna Highlights zu besichtigen. Als da wären die Heads, das große Felsportal welches das Meer und die Lagune bis auf wenige hundert Meter trennt. Beeindruckt sind wir aber nicht wirklich. Ich komme auf die blöde Idee mal Austern zu probieren. Knysna ist ja weltberühmt für seine Austern. Wir fahren nach Thesen Island, eine Insel in der Lagune, gehen in ein Cafe und bestellen 2 Stück. Toni probiert als erster und es schmeckt alles andere als gut. Ich sieh das Zeug und bereue meine Idee. Ich kann nur ein kleines Stück probieren. Es ist glitschig und eklig, kannst ja gleich ein Tauschnegg essen und es schmeckt, als ob man das ganze Meer samt Algen und Fischen im Mund hätte -Pfui teifl! Dass es Leute gibt, die das lieben und und dafür so viel bezahlen bleibt uns für immer ein Rätsel.

Knysna Heads









Leisure Island




So sehen die frischen Austern aus ...


... und so das Gesicht dazu.


Nun geht es weiter Richtung Osten - nach Plettenberg Bay. Hier finden wir in Lyell's B&B schnell eine Unterkunft. An dem angebrochenen Nachmittag fahren wir zum Birds of Eden Park. Ein riesiges mit Netz überspanntes Freiluftgehege. Darin befinden sich unzählige Vögel aller Art. Das ist nun sicher das Highlight des Tages. Flamingos, die an dir vorbeispazieren, Ara's die dich beinahe anfliegen - ich bin kaum mehr da rauszukriegen. Daneben befindet sich auch noch das Monkeyland, das wir uns im Anschluss auch noch ansehen. Wir machen uns auf den Rückweg und fahren zum Keurboomstrand, weit und breit nichts zu sehen. Am Ende der Straße befindet sich ein Restaurant (Enrico's) direkt am Strand. Es ist zwar etwas kühl und neblig, aber die Atmosphäre wunderschön und einzigartig. Das Personal ist gut drauf und wir dinieren wiedermal vorzüglich.

Den Abend lassen wir wieder wie üblich mit einer Flasche Sauvignon Blanc ausklingen, wobei man auch immer wieder mit anderen Reisenden in Kontakt kommt und interessante Bekanntschaften macht.


Birds of Eden





















Monkeyland






Keurboomstrand


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